Fr 10. April 2026 – Generalversammlung OGB
Mit 45 Anwesenden war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt – ein neuer Rekord. Die Grussworte überbrachten Nationalrat Christian Lohr, Vize‑Stadtpräsident Thomas Beringer sowie KOG‑Präsident Oberst Valentin Hasler.
In seinen einleitenden Gedanken richtete der Präsident den Blick auf die aktuelle Lage: «In dieser global aufgeheizten Zeit muss die Schweiz aufpassen, dass sie nicht selbst in Konflikte hineingezogen wird. Sie muss sich zurückhalten – und vor allem die sicherheitspolitischen Fehlentscheide der letzten 30 Jahre korrigieren; die eigene Verteidigungsbereitschaft wieder aufbauen, die Wahlfreiheit der Dienstpflicht aufheben und die eigene Rüstungsindustrie wieder zurückholen.»
Der Kassier schloss das Vereinsjahr mit einem deutlichen Gewinn ab – eine Folge davon, dass die Rechnungen im Vorjahr verspätet versendet worden waren. Zudem wurde das Projekt „Plakette in meinem Ort – die Armee im Thurgau“ vorgestellt, das im Rahmen des 200‑Jahr‑Jubiläums der KOG umgesetzt wird.
Emotional wurde es bei der Verabschiedung von Hptm Fabian Stuber, der über 15 Jahre lang als Anlassmotor, Organisator und prägende Kraft im Vorstand wirkte. Die Versammlung dankte ihm mit langanhaltendem Applaus.
Ein Höhepunkt war der lang erwartete Vortrag von KKdt Laurent Michaud, Chef Kommando Operationen. Er zeigte eindrücklich, wie stark Drohnen heute die Gefechtsführung verändern – etwa indem sie ganze, kilometerbreite Zonen für jede Bewegung eines Soldaten unpassierbar machen. Aus seinen Auslandserfahrungen berichtete er, dass die Interoperabilität auf Stufe Bataillon bereits heute gut sei. Schweizer Soldaten würden im internationalen Vergleich etwas besser schiessen, dafür etwas schlechter funken. Seine Ausführungen machten klar, wie rasch sich das Gefecht der Zukunft verändert – und wie wichtig es ist, dass die Schweiz Schritt hält. Auch den Wiederaufbau der Verteidigungsinfrastruktur nannte er, für die Region Kreuzlingen eine besondere Botschaft.